Und was wir noch sagen wollten ...!

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Das Kinderhaus ist die erste Kontaktststelle des Deutschen Kinderhilfswerks in Thüringen

Fr. Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerk e.V., Weimars Oberbürgermeiter Stefan Wolf sowi Alina und Fabian vom Kinderhaus mit dem Schild der Kontakstelle am Kinderhaus Weimar

Am 12. April eröffnet im Kinderhaus Weimar die erste Thüringer Kontakstelle des Deutschen Kinderhílfswerks. Was das für uns bedeutet, erfahrt Ihr  hier!

 

Es kursieren ja die unterschiedlichsten Zahlen- und Rechenbeispiele, wieviel Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland nun denn wirklich in Armut leben. Zudem gibt es ja auch noch verschiedene Ansätze, wann man denn nun als arm gilt. Die Bertelsmann-Stiftung hat unlängst Zahlen zum Bezug von Hartz 4 veröffentlicht und die stehen dann ja nun wirklich für sich und ebenso für weit verbreitete Armut.

Armut ist immer auch Kinderarmut und es ist auch nicht nur ein großes Problem unserer heutigen Gesellschaft, es ist schlichtweg ein Skandal. Und ebenso skandalös ist die Tatsache, dass es nach wie vor keine breitangelegte und flächendeeckende Strategie im Kampf gegen Armut gibt, und das in einem der reichsten Länder dieser Erde.

Im März 2011 fand in diesem Kontext in Weimar eine Fachtagung statt. Hierzu kurz Folgendes:

Auszug aus der Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks e.V. anlässlich der gemeinsam mit dem Kinderhaus Weimar durchgeführten Fachtagung "Kinderarmut bekämpfen - Resilienz fördern, Ressourcen stärken"

Deutsches Kinderhilfswerk und Kinderhaus Weimar warnen vor steigender Kinderarmut: Fast jedes dritte Kind in Weimar lebt von Hartz IV

Im Fokus der Fachtagung stehen die außerschulische Bildungsarbeit und die Notwendigkeit, in entsprechenden Einrichtungen Möglichkeiten für eine ressourcenorientierte Förderung zu finden. Hierfür werden Chancen, Wege und neue Instrumente vorgestellt. Es wird unter anderem diskutiert, wie Kinder und Jugendliche an Projekten und Prozessen beteiligt werden können, wie man sie erreicht und wie die Zusammenarbeit von Kindern mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen funktionieren kann.


Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes erklärt: „Kinderarmut ist längst keine Randerscheinung in unserer Gesellschaft mehr. Das Deutsche Kinderhilfswerk versucht mit Projektunterstützung und Einzelfallhilfe die schlimmste Not zu lindern, aber den 3 Millionen Kindern in Armut kann nur ein Gesamtpaket von Maßnahmen durch die Politik helfen. Das gegenwärtige Paket reicht dafür nicht aus.


Auch Andreas Keune, Leiter des Kinderhauses Weimar betont: „Bereits heute gehen wir davon aus, dass in Deutschland jedes 5. Kind in Armut aufwächst. Ganz abgesehen von den schlimmen Lebensbedingungen, Ängsten und Sorgen, mit denen diese Kinder täglich konfrontiert sind, stellt sich hier doch auch die Frage, wie viele Kinder in 10, 20 oder 30 Jahren in Deutschland in Armut leben, wenn es nicht gelingt, dieser Entwicklung mit adäquatern Mitteln entgegenzuwirken.


Prof. Dr. Heike Schulze, Studiendekanin für Bildung und Erziehung von Kindern an der Fachhochschule Erfurt führt aus: „Um die Folge familiärer Armut, insbesondere bei erschöpften Familien, in ihren Folgen für Kinder abzumildern, sind aus unserer Sicht vor allem Frühe Hilfen in ihrer sozialräumlichen Vernetzung erforderlich. Ein Netzwerk Früher Hilfen muss aufgebaut werden. Dabei ist das in den letzten Jahren etablierte Konzept Früher Hilfe über seine bisherige Engführung und Fokussierung auf gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen gegen Vernachlässigung und Misshandlungen zu erweitern. Frühe Hilfen müssen gezielt die Resilienz von Kindern in den verschiedenen Entwicklungsstufen und Einrichtungen fördern.



Wir haben es geschafft, unsere neue Spielanlage ist mit Hilfe vieler Unterstützer und Freunde fertig und wurde auch schon vom TÜV abgenommen. Am 30. Mai findet  die offizielle Eröffnung statt und wir freuen uns, gemeinsam mit unseren Freunden, Helfern und Unterstützern feiern zu können. Los geht es an diesem Tag um 13.00 Uhr mit einem Besuch unserer Ministerin für Familie, Sozial und Gesundheit, Frau Heike Taubert und natürlich ist jedes Kind und jeder interessierte Erwachsenen herzlich eingeladen. Ab 15.00 Uhr kommen dann auch die Kinder und Jugendlichen aus der Schule und können mit uns feiern.

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